TSG Wieseck- JugendFörderzentrum
 

Konzept: Rehabilitation & Athletik



Unsere athletische Philosophie spiegelt sich in dem detaillierten Anforderungsprofil des Nachwuchsspielers in Kapitel wider. Hauptaugenmerk unserer Arbeit liegt dabei auf Prävention, Grundlagenausdauer und Ganzkörperstabilisation, ebenso wird ab der B-Jugend ein positionsspezifisches Athletiktraining durchgeführt. Das athletikspezifische Anforderungsprofil im Nachwuchsfußball der TSG Wieseck zielt darauf ab die sportmotorischen Fähigkeiten der Spielerinnen und Spieler weiterzuentwickeln. Hierfür werden die konditionellen und koordinativen Fähigkeiten gezielt im Training geschult und beübt.


Anforderungsprofil Leistungsbereich JugendFörderzentrum TSG Wieseck

 

Konditionelle Fähigkeiten


Ausdauer:

  • 70-90 Minuten ständig in Bewegung (intervallartige Dauerbelastung)
  • ständige Tempowechsel: hohes und höchstes Tempo, Richtungsänderungen, langsame Läufe, Gehpausen, Trabpausen.
  • Sehr hohe Gesamtleistung, zu bewältigen nur durch gute allgemeine (Grund)Ausdauer
  • Training darf sich aber nicht an Langstreckenläufer orientieren, sondern muss auf die genannten Tempowechsel abgestimmt sein. Trotzdem muss GA1 vorhanden sein!

 

Ausdauerformen:

  • allgemeine aerobe Grundlagenausdauer GA1 zur generellen Ermüdungswiderstandsfähigkeit und zur laufenden Regenerationsfähigkeit (GA1)
  • Anaerobe Ausdauerkapazität GA2 und wettkampfspezifische Ausdauer (WSA) bei z.B. relativ langandauernden Gegnerdruck für 20-60 Sekunden (GA2/WSA)
  • Intervallbelastungen im submaximalen und maximalen HF-Bereich wettkampfspezifische Ausdauer (WSA)

 

Kraft:

  • Fußball multikomplexer Mix aus Schnellkraft, Kraftausdauer und Schnelligkeit
  • Funktionsfähigkeit ist Voraussetzung
  • Mobilität macht Bewegung, Kraft/Stabilität kontrolliert Bewegung
  • Schnellkraft: Sprint, Sprung, Schuss, Zweikampf, Richtungswechsel
  • Kraftausdauer: das muskuläre Vermögen 90-120 Min. schnell, agil und sprungstark zu sein
  • Kraftausdauer, Hypertrophie, Maximalkraft, Schnellkraft, Schnelligkeit
  • Zusätzlich gute Core-Stabilität für Schwerpunktkontrolle und fließende, kraftvolle und effektive Bewegungen

 

Kraftformen:

  • Maximalkraft ermöglicht den Athleten maximalkräftige Bewegungen nach einer Muskelkontraktion auszuüben z.B.     Vollspannschuss aus der Distanz 
  • Schnellkraft befähigt den Athleten große Kraftimpulse in kürzester Zeit zu erzeugen z.B. beim Sprint, Sprung, Schuss, Zweikampf, Richtungswechsel
  • Kraftausdauer befähigt den Athleten sein muskuläres Vermögen über 90-120 min. aufrechtzuerhalten und dabei schnell, agil und sprungstark zu sein

  

Schnelligkeit:

  • Max. Laufstrecken in hohem und höchstem Tempo zwischen 5 und 50 m
  • Kürzere, schnelle, explosive oder längere Sprints
  • Schnelle Drehungen, Täuschungen, Richtungsänderungen mit und ohne Ball
  • Agilität: Fähigkeit, Dribblings, Torschüsse, Täuschungen, Richtungswechsel, Zweikämpfe etc. unter höchstem Gegnerdruck mit Höchstgeschwindigkeit durchzuführen!

 

 Schnelligkeitsformen:

  • Reaktionsschnelligkeit in Bezug auf Ball & Gegner
  • Aktionsschnelligkeit, also z.B. Ballannahmen mit anschließendem Torschuss so schnell, wie möglich durchführen
  • Sprintschnelligkeit bedingt durch Schnellkraft & gute Lauftechnik sowie funktionelle Voraussetzungen
  • Vorwiegend im Fußball azyklische Schnelligkeit, also z.B. kurze Antritte oder explosive Sprünge mit azyklischen Folgebewegungen – beschleunigend & entschleunigend

 

Beweglichkeit:

  • Gelenkbeweglichkeit: für funktionelle und sportartspezifische Bewegungsabläufe
  • Dehnungsfähigkeit: für bestmögliche Funktionalität der Muskulatur und zur Verletzungsprävention

Koordinative Fähigkeiten


Koordination: 

  • Reaktionsfähigkeit: schnelle Reaktion bei Finten oder Torabschlüssen
  • Rhythmisierungsfähigkeit: Laufrhythmus bei Übersteigern 
  • Kopplungsfähigkeit: Teilkörperbewegungen optimal koordinieren. 
  • Räumliche Orientierungsfähigkeit: zieladäquate Veränderung der Lage und Bewegung des Körpers z.B. Fallrückzieher, Raumdeckung, Luftzweikampf, Kopfball. 
  • Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit: hohe Feinabstimmung einzelner Bewegungsphasen z.B. Pässe mit Kraft, Effet, weniger Kraft, Armeinsatz etc. 
  • Gleichgewichtsfähigkeit: Dribbling, Zweikämpfe, Kopfball, Aktionen mit Gegnereinwirkung Umstellungsfähigkeit: Ballverlust bedingt Umstellung von Angriff auf Verteidigung